Garten auf den Frühling vorbereiten

Noch bevor sich die ersten Knospen zeigen stehen die meisten Hobbygärtner schon ungeduldig in den Startlöchern. Und tatsächlich gibt es gerade in ersten Monaten des Jahres einiges zu tun, damit man sich später im Jahr an einem grünenden und blühenden Garten erfreuen kann!

Bäume und Sträucher einpflanzen

Strauch pflanzenDer Frühling ist eine günstige Zeit um größere Bäume zu pflanzen. So sind sie keinen Herbst- und Winterstürmen ausgesetzt und sind auch besser geschützt vor Spannungsrisse in der Rinde. Diese treten bei hohen Temperaturschwankungen zwischen Sonnen- und Schattenseite auf und sind besonders im Winter für schlechtangewurzelte Bäume eine Gefahr.

Auch alle Sträucher, die etwas frostempfindlich reagieren, wie der Buchsbaum, Lavendelstöcke, der Rhododendron, der Kirschlorbeer und viele andere sollte man ebenfalls besser im Frühjahr setzen. So sind sie mit stärkeren Wurzeln vor dem nächsten Winter besser geschützt.

Generell kann man die meisten Bäume und Sträucher sowohl im Herbst als auch im Frühjahr einsetzen.

Bei wurzelnackten Bäumen und Sträuchern wird allerdings der Herbst als Pflanzzeit eher empfohlen. Wurzelnackt bedeutet, dass die Pflanzen ohne Erdballen geliefert werden. Der Grund für die Herbstpflanzung ist die Winterlagerung der meisten Gärtnereien: viele Rosensträucher, sommergrüne Blütensträucher und kleine Bäume werden schon im Herbst für den Frühjahrsverkauf ausgegraben und kühl gelagert. Da diese Lagerung nicht so ideal ist, kauft und setzt man diese besser frisch im Herbst.

Obstbaumschnitt

Obstbaum schneidenObstbäume werden im Winter, beziehungsweise zeitig im Frühjahr noch während der Winterruhe beschnitten und ausgelichtet. Es gilt die Regel, dass während der ganzen Ruheperiode im Winter geschnitten werden darf, allerdings sollte die Temperatur nicht unter fünf Grad Minus fallen und auf keinen Fall darf man bei Frost schneiden. (das Holz könnte brechen!). Bei dem Walnussbaum raten Gärtner vom Frühjahrsschnitt eher ab, da er da einen hohen Saftdruck hat und stark blutet. Für ihn ist September der geeignete Monat.

Rosen schneiden

Wer sich stolzer Besitzer von Rosensträuchern oder Kletterrosen nennt, wird im Frühling zur Rosenschere greifen. Allerdings nicht zu früh beginnen, denn es sollten keine längeren Fröste mehr dem Schnitt folgen. Viele Gärtner empfehlen, sich nach der Forsythienblüte zu richten. Sobald sich auf diesem Strauch die Blüten zeigen, kann man starten und Rosenbogen und co. auf Vordermannn bringen.

Bewahren Sie den Schnitt am besten auf und kompostieren Sie diesen, wenn Sie dazu die Möglichkeit im eigenen Garten haben. Grünschnitt bietet den Mikroorganismen wichtige Nährstoffe und leitste damit einen wichtigen Beitrag zur Kompostierung. Zur Beförderung der Grünabfälle ist eine stabile Schubkarre empfehlenswert. Auf diese Weise lassen sich auch größere Mengen einfach und zügig transportieren. Schubkarren gibt es dabei in unterschiedlichen Größen, Ausführungen und Bereifungen. Wir raten Ihnen daher bereits im Vorfeld sich zu informieren, wenn Sie sich eine Schubkarre kaufen möchten.

Sommerblühende Sträucher schneiden

Sommerblühende Gehölze wie der Flieder, der zurzeit eine wahre Renaissance in Gärten erlebt, Hortensie und einige andere werden früher als Rosen getrimmt. Ihr Auslichtungsschnitt soll etwa bis März erledigt sein und sie danken es mit vermehrter Blütenpracht.

Gartenmöbel vorbereiten

Liegen, Gartentische oder Gartenbänke überwintern entweder im Freien oder an einem trockenen Ort geschützt vor der kalten und nassen Jahreszeit. Sobald es wärmer wird, steht die Reinigung und eine eventuelle Behandlung der Gartenmöbel mit speziell dafür ausgelegten Ölen und Lasuren an.

Kompost sieben

KompostZu den Arbeiten die zeitig im Jahr durchgeführt werden, gehört auch das Umsetzen des Komposts. Durch einen Maschendraht oder noch besser durch ein spezielles Durchwurfsieb, das man in jedem Fachhandel erwerben kann, wird der Kompost des letzten Jahres geworfen. Das übrigbleibende gröbere Material kommt auf den neu angesetzten Kompost, der feine Kompost wird zwischengelagert oder auf Blumen- und Gemüsebeete ausgebracht.

Organisch düngen

Das „richtige“ Düngen ist ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden.

Organischer Dünger

Quelle: Amazon*

In einem Hobbygarten ist der Organische Dünger auf alle Fälle die erste Wahl und hier vorzugsweise der eigene Kompost. Er verbessert den Nährstoffgehalt langfristig und wird im Frühjahr verwendet. Einmal etwa einen halben Zentimeter hoch Kompost aufbringen und untermengt gilt als guter Durchschnittswert für Gemüsebeete. Es gibt auch im Fachhandel eine große Palette hervorragender organischer Fertigdünger. Teilweise sind diesen auch Mikroorganismen beigemengt, die helfen Material abzubauen und neuen Pflanzen so zur Verfügung zu stellen.

Neben Fertigmischungen gibt es auch Hornspäne als Dünger die aus Horn und Huf von Schlachtrindern hergestellt werden. Wie der Kompost gibt auch dieser Langzeitdünger seine Nährstoffe erst im Laufe der Zeit frei und ist so ideal um den Boden aufzubessern. Meistens reichen ein bis zwei Handvoll Hornspäne pro Quadratmeter.

Kalk Dünger

Quelle: Amazon*

Alle zwei bis drei Jahren kann man ein wenig Kalk streuen, aber nicht zu viel. Kalk beeinflusst den pH-Wert des Bodens und wirkt einer Übersäuerung entgegen. Es gibt einfache Test-sets zum Kaufen, die einen ersten Rückschluss auf die Bodenbeschaffenheit zulassen. Auch Wiesenpflanzen wie der kleine Sauerampfer, die Hundskamille, der Acker-Schachtelhalm und der Sauerklee zeigen saure Böden an. Für manche Pflanzen, wie etwa Preiselbeeren und Rhododendron, ist allerdings ein saurer Boden idealer (pH-Wert 4,5 bis 5).

Vorkeimen und Aussaat

Im März kann man bereits einige Samen von Pflanzen, die nicht so kälteempfindlich sind, wie Pflücksalate und Karotten, ins Gemüsebeet setzen. Bei frostigen Nächten hilft eine Abdeckung.

Warmkeimer wie Tomaten und Paprika können in der angenehmen Wohnungstemperatur vorkeimen und bekommen so den nötigen Vorsprung. Den brauchen sie in unseren Breiten auch meistens, denn die Vegetationsperiode ist für viele Pflanzen sonst zu kurz.

Fazit: Der Frühling bringt für viele Hobbygärtner zwar einiges an Arbeit, aber noch viel mehr an Freunde! Freude endlich wieder draußen draußen arbeiten zu können, die Erde zu fühlen und zu riechen und Vorfreude auf die grünende und blühende Oase des eigenen Gartens!
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